35 Jahre HD-Geisinger


Du hast eine Einladung zur HD-Party in Vorarlberg und daher eine schöne Bike Tour fürs Wochenende 11. – 12. August geplant. Um 5:30 wachst du auf, weil der Regen so laut prasselt. Du überlegst kurz, dich nochmals rein zu drehen und das Wochenende im Bett zu verbringen – aber dann fällt dir ein – ICH BIN EIN BIKER. Also raus aus dem Bett und fertig machen, aber bevor du noch das am Vorabend bereits fein säuberlich am Bike verstaute Regenzeug holen kannst, hört der Regen auf und die Sonne kündigt sich an!

So haben es sich wohl 7 Biker gedacht, die alle pünktlich zur geplanten Abfahrt um 6:30 beim Burger King in Piding aufgetaucht sind. Diese glorreichen 7 waren Dagmar, Erich, Karl, Kirchi, Schattenkaiser und die Zauberfee. Der aufmerksame Leser wird sich jetzt wohl wundern – das sind ja lediglich 6 – und ich kann bestätigen – das stimmt! Peter ist nämlich nicht zum Treffpunkt gekommen, sondern auf der Strecke zu uns gestoßen.
Pünktlich ging es also los über Reichenhall – Thumsee – Reit im Winkel – Kössen – Walchsee nach Kufstein, wo wir Peter aufgelesen haben und auf den Highway bis nach Imst aufgefahren sind. In Imst ein Tankstopp und vor allem heißer Kaffee und Tee um die ausgekühlten Körper aufzuwärmen, denn der Himmel war zwar nahezu wolkenlos, aber so richtig Kraft konnte man von der Sonne nicht verspüren.
Weiter ging es über das Hahntenjoch (1.894m), wo sich die Freunde von der Trachtengruppe bereits wieder beim Wasserspeicher aufgebaut hatten, um den Bikern den Genuss am Wochenende ein wenig einzuschränken – aber wir waren zu früh dran, weder Radar noch Lärmmessstation waren fertig installiert. Also freundlich gewunken und die schöne Bergstraße genossen. Weiter ging es über die schmale Auffahrt zum Furkajoch (1.759m) wo wir auf der Scheitelhöhe einen kurzen Stopp einlegten, bevor wir dann zum eigentlichen Ziel unserer heutigen Etappe – nach Feldkirch – weiterreisten.

Die Party anlässlich des 35 Jahre Firmenjubiläums von Monika & Alfred Geisinger war bereits im Laufen und die Stimmung schon gut. Herzlich und unter großem Hallo wurden die Ankömmlinge aus Salzburg willkommen geheißen und erst mal mit Getränken versorgt. Es wurde geshoppt und geplaudert und natürlich getrunken, was wir ja auch mit ruhigem Gewissen machen konnten, denn unsere Bikes hatten wir in der Zwischenzeit bereits in der Garage unseres in Fußmarschweite liegenden Hotel Löwen geparkt.
Unnötig zu erwähnen, dass wir auch diesmal wieder bei der Tombola erfolgreich waren und diejenigen die leer ausgingen, haben halt von Monika den für die Lose gemachten Einsatz dann als Rabatt beim Einkauf erhalten. Um 22:00 gab es dann ein sensationelles Feuerwerk und für uns war damit auch gleichzeitig das Signal gegeben, uns von unseren Gastgebern zu verabschieden und ins Hotel zurück zu gehen, denn wir hatten für den Sonntag noch einiges vor.

Am frühen Morgen (nach einem reichhaltigen Frühstück) ginge es bereits um 8:00 weiter, um rechtzeitig vor dem bei diesem Prachtwetter zu erwartenden Touristenansturm auf der Bieler Höhe der Silvretta Hochalpenstrasse (2.036m) zu sein. Die Maut ist mit 11,- für Bikes nicht gerade ein Schnäppchen, aber die Straße ist dafür in Top Zustand.
Über Galtür und Ischgl ging es dann wieder ins Tal bis nach Haiming, wo wir beim Oilers 69 einen standesgemäßen Mittagsstopp eingelegt haben. Das Oilers ist ein American Diner wie er nur selten außerhalb der USA anzutreffen ist.
Nach Burgern und Wedges ging es weiter ins Kühtai (2.020m), welches als reiner Wintersportort im Sommer den Eindruck einer Geisterstadt vermittelt. In Zirl wieder auf den Highway um das eher langweilige Inntal wie auch bei der Anreise schon bequem zu durchfahren. In Weer Süd machten wir noch einen kurzen Stopp, allerdings waren an der Cafebar so viele Leute in der Queue, dass wir uns einen Cafe verkniffen haben.
Wir verabschiedeten uns von Peter, der ja bei Kufstein wieder direkt an den Chiemsee abbog und fuhren noch über Wörgl, St. Johann, Lofer, Bad Reichenhall bis nach Hause, wo wir nach ca. 720 KM gut wieder angekommen sind und alle froh und glücklich waren, dass wir uns mal wieder nicht vom Wetter von eine schönen gemeinsamen Tour abhalten ließen – ride an have fun and continue creating memories.

Die Tour kannst du dir im Google Earth ansehen – die Daten dazu findest du hier.