Dachtreffen vom 11.07. bis 16.07.2012


Um 8:15 trafen sich beim Röhrenwirt wie üblich im Regen: Barbara, Marianne, Josi, Karin, Katharina, Helga und ich und ausserdem Margit und Sabine vom Upper Austria Chapter. Lynda war schon seit Montag in Genua und fuhr von dort in die Schweiz.
Unsere Tagestour führte uns über Ruhpolding, Kössen, Walchsee bis Kufstein, wo wir dann bis Imst Autobahn fuhren. In Imst konnten wir endlich die Regenkombi ausziehen. Dann gings über das Hahntennjoch, Bschlabertal, Hochtannberg und Schröcken, wo wir diesmal mehr sehen konnten als bei unserer St.Tropez Tour, aber es leider auch manchmal ziemlich kalt war. In Schoppernau wärmten wir uns mit warmer Suppe auf. Weiter gings über die Bregenzerwaldstrasse über Mellau, Egg und Alberschwende nach Lauterach, Bregenz, Lindau, Friedrichshafen, Immenstadt nach Hagnau am Bodensee. Wir hatten zwar eine Pension direkt am See, aber der stürmische Wind und die nicht vorhandene Badetemperatur verhinderten ein Schwimmen am Abend. Nach 403 KM hatten wir ein wunderbares Fischessen in einer Keltenschenke und hatten viel Spass.
Am Donnerstag fuhren wir auch wieder mit Regenkleidung ab, über Uhlingen, Mühlhofen, Überlingen, Ludwigshafen, Singen, Thiengen, Lauchringen, Brugg, Aarau, Olten, Solothurn, Glenchen, Biel, Tüscherz und rauf auf den Twannberg überm Bielersee. Es waren zwar nur 250 Kilometer, aber die vielen Kreisverkehre und der Verkehr liessen ein schnelles Vorankommen nicht zu. Dafür war die Aussicht von unserem Hotel über den Murtensee, Bielersee und Neuchatelersee umso schöner, als wir ankamen und mit großem Hallo begrüßt wurden. Es dauerte dann noch rund 2 Stunden bis der Rest der Deutschen Mädels eintraf und endlich alle 38 Mädels versammelt waren, aus Frankreich, Schweiz, wir Össis und eben Deutschland. Das gemeinsame Abendessen fand im Hotel statt, wo wir beschenkt wurden und das Programm für die nächsten 2 Tage vorgestellt wurde.
Am Freitag wurde in drei Gruppen in 10 Minuten Abständen gestartet: auf den Chasseral, St. Imier, La Chaux de Fonds, Le Locle, La Brevin, Les Point de Martel, Voe des Alpes, Cernier, Saule, Enges, Lignierese, Nods, Lamboing. Es gab natürlich eine nette Einkehr und abends gabs ein Käpitäns Dinner auf einem Schiff, dass über den Bielersee fuhr und wo wir hervorragend bekocht wurden.

Am Samstag fuhren wir über Orvin, Frinvillier, Tavannes nach Bellelay, wo wir den berühmten Käse “Tete de Moine” verkosten konnten. Weiter gings über Glovelier nach St. Ursanne, wo wir das Städtchen besichtigten und dann den vorbestellten Flammkuchen in verschiedenen Variationen genossen. Dann fuhren wir nach St. Hippolyte, Trevillers, Goumois, Saignelegier, Les Breuleux, St. Imier, Sonceboz, Orvin und wieder ins Hotel, wo es noch ein gemeinsames Abendessen gab und es schon wieder Zeit zum Verabschieden wurde. Wir erfuhren noch, dass das Treffen nächstes Jahr im Bayrischen Wald stattfindet.

Am Sonntag war das Wetter leider wieder wie gehabt und wir fuhren gleich im Regengwand los. Aber es regnete nicht lange und Verkehr war zu dieser frühen Stunde auch keiner. Es ging über Nidau, Aarberg, Radelfingen, Wohlen, Köniz, Belp, Münsingen nach Thun, entlang des Thunersee nach Hilterfingen, Beatenberg, Interlaken, Oberried, am Ufer des Brienzersees, Brienz, Meiringen, Guttannen auf den Grimselpass, der leider verregnet, neblig und kalt war, dann zum Furkapass, der uns schon freundlicher gesinnt war, Realp, Andermatt, dann über den Oberalppass, Muster, Illanz, Laax, flims, Chur, Igis, Maienfeld, Balzers, Vaduz, Schaan nach Feldkirch zum Gasthaus Löwen. Kaum waren wir mit unsren Bikes in der Garage ging ein heftiger Wolkenbruch nieder. Nach ca. 380 km über einige Pässe haben wir uns über die gelungene Tour gefreut. Auch darüber, dass wir trotz aller widrigen Umstände doch immer wieder Glück mit dem Wetter hatten.

Am Montag fuhren wir von Feldkirch über Bludenz, den frisch angeschneiten Arlberg, aber bei Sonnenschein weiter auf der Bundesstrasse nach Landeck, Roppen, Ötz, Kühtai, Sellraintal, Grieß, Kematen, wo wir wieder wie am ersten Tag Innsbruck auf der Autobahn umfahren wollten. Kurz vor der Ausfahrt Wörgl, wo wir wieder abfahren wollten, verunglückte Josi, indem sie Barbara beim Einreihen nach einem Überholmanöver übersah und somit in der Leitschiene und weiters im Spital in Kufstein landete. Barbaras Motorad erlitt bei dem Zusammenstoss auch einigen Schaden und sie ist mit enormen Glück nicht gestürzt und alle sind froh, dass ihre Schutzengel verhindert haben, dass Ärgeres passiert. Um 19:30 konnten wir den Rest der Tour über St.Johann, Waidring und Lofer fortsetzen und kamen schwer geschockt nach Hause.
Josi hatte auch Glück im Unglück und hat rechtes Bein und rechten Fuss im Gips.
Auch Lynda hatte Pech und hat ihr Motorrad wegen einem Schaden im Motor in Basel stehen gelassen und ist mit dem Zug heimgefahren.
Schade das diese tolle Tour so endete, aber Kompliment den Mädels, die immerhin 1.700 km abgespult haben.